Fortschrittlich: Stadtkind boykottiert Nokia seit Jahren

20.01.2008 | 20:23 Uhr | von Dominic

Da kann man mal sehen, wie weit wir der Politik wieder vorraus waren.
Wir haben hier nämlich noch nie Nokia-Handys genutzt, einfach weil deren Benutzerführung mir immer sehr erbärmlich erschien. Gut, Geräte nach 2003 kenne ich eigentlich nicht wirklich, aber so ein gewisser Grund-Ekel bleibt halt.

Mit dieser Bemerkung mache ich die Sache jedoch noch lange nicht so lächerlich wie der ein oder andere Politiker, Gewerkschafter oder sonstige Menschenrechtler derzeit, die gerade was von »Prüfung einer Rückforderung von Subventionen« plärren oder massenweise ihre Handys wegschmeißen.
Das ist Kindergarten und einfach lächerlich. Oder soll das heissen, hier wurden zu unrecht Subventionen in millonenhöhe gezahlt? Das wäre ja wirklich ein starkes Stück.
War nicht so? Dann ist das eine lächerliche Drohgebärde, Populismus und Profilisierung. Auch ein starkes Stück von – dem Alter nach – recht erwachsenen Menschen.

SpOn

10 Jahre Google.com

15.09.2007 | 17:02 Uhr | von Dominic

Heute vor 10 Jahren wurde die Domain google.com von Larry Page und Sergey Brin registriert.

Was folgte ist eine wohl einzigartige Monopolisierung bei vorhandener Konkurrenz und die heute vermutlich mächtigste und eine der teuersten Marken der Welt – der Aktienwert beläuft sich auf 164 Millarden US-Dollar, was beim aktuellen Dollarkurs ungefähr 530,28 € entspricht.

Google ist damit mehr wert als Allianz (ca. 87 Mrd. USD) und DaimlerChrysler (ca. 69 Mrd. USD, beides nach Geschäftsjahr 2006) zusammen.
Der Wandel vom Industrie- zum Informationszeitalter wäre damit besiegelt.

Ich habe nochmal nachgeschaut: Der Tag der Registrierung stimmt nicht mit der Anschaltung von Skynet überein (4. August 1997)! Glück gehabt.

»Endlich! MP3-Player und DVD-Rekorder jetzt auch in Berlin«

13.09.2007 | 08:08 Uhr | von Dominic

— Zitatende. Für diese verdammt dufte Bildunterschrift muss ich mich bei der FAZ bedanken.
Vielen Dank für diese Bildunterschrift, aus einem Artikel, der die langersehnte — ja durch langwierige diplomatische Verhandlungen im Geheimen und vermutlich Geldtransfers in Milliardenhöhe erst ermöglichte — Eröffnung des MediaMarkts am Alexanderplatz historisch festhält.
Das Berliner Volk — und da denke ich, spreche ich wohl im Namen aller — dürfte hocherfreut, und zu tiefstem, innigen Dank auf immer verpflichtet sein, dass wir nun den Polen eingeholt, ohne überholt zu haben.

Ja, ich schlage sogar vor, denn das ist eine fabelhafte Idee, die die Lebensqualität aller Berliner um ein Vielfaches steigern (DVD-Player für alle!) wird: Den Palast der Republik schnellstmöglich abzureissen, um für einen weiteren MediaMark Platz zu schaffen!

Das Video gibt es Dank Internet hier:

Dabei bitte noch den Artikel bei indymedia lesen und vor lachen ausschütten.

via [ Spreeblick ]

Nachschlag: Videos von Innen:

Und noch eins:

Arcor macht mein Internet kaputt

12.09.2007 | 20:08 Uhr | von Dominic

Scheiß Arcor1, ey.

Da, gerade noch lobt man seinen Breitbandinternetzugangsprovider und plötzlich is’ das verdammte Internet kaputt.

Ich komme – und warum sollte ich das nicht dürfen, ich bin schließlich alt genug, wahlberechtigt, darf hochprozentigen Alkohol und Waffen kaufen, ‘ne offene Hayabusa über die Autobahn peitschen, in den Puff und die größten Abteilungen der Videotheken gehen – wie ja die meisten Arcor-Anschluß-Inhaber nicht auf YouPorn rauf2.

via [ Spreeblick ], ja, heute ist Resteverwertung von gestern. So macht man das in Berlin.

Nachtrag vom 17.09.07:

Mein Internet geht wieder. Arcor hat die Sperre – vermutlich auf öffentlichen Druck durch diesen Artikel – wieder aufgehoben.

Nicht zu vernachlässigen wird dabei der Umstand gewesen sein, dass auf der gesperrten IP-Adresse – ich schätze ein Hochverfügbarkeits-Cluster – rund 3,5 millionen Webseiten, darunter auch sehr harmloses Zeug, gehostet sind.



  • 1 dies ist die Abkürzung für eine Gefühlsäußerung und bedeutet in Langform »Ich finde das von Arcor scheiße«. Nicht gleichbedeutend mit »Arcor ist scheiße«, weil das sehr subjektiv und schlecht beweisbar wäre, jedoch meine Vermutung ist.

  • 2 Knaller von zufälligem Wortspiel


Alle reden vom Klima. Aber wer handelt?

20.03.2007 | 14:06 Uhr | von Dominic

Dass ein Klimawandel stattfindet und global spürbare Auswirkungen haben wird, sowie »sehr wahrscheinlich« vom Menschen verursacht ist, kann man langsam nicht mehr übersehen oder leugnen. Die Frage die bleibt ist: Was tun, um die Folgen zu mindern.

In diesem Sinne findet in der Akademie der Künste Heute Abend eine Veranstaltung statt:

Ein Gespräch mit Frei Otto, Hermann Scheer, Jörg Schlaich, Klaus Staeck und Klaus Töpfer über ökologisch verantwortliches Bauen und über die Möglichkeiten der Politik, alternative Konzepte in Technik und Gesellschaft gegen den weiteren Raubbau natürlicher Ressourcen durchzusetzen.

Akademie der Künste, Plenarsaal
Pariser Platz 4, Mitte

  • 20.03.07
  • 19:00 Uhr
  • Eintritt: 6, ermäßigt 4€, bis 18 Uhr frei

Informativ ist an dieser Stelle sicher auch der Themenschwerpunkt von Phoenix zum Thema Klimawandel.

Holy Shit Shopping 2006

16.12.2006 | 20:23 Uhr | von Dominic
Holy Shit Shopping im Café Moskau

Heute von 12 bis 22 Uhr und morgen von 12 bis 20 Uhr findet im Café Moskau wiedermal das Holy Shit Shopping statt.
Junge Designer bieten ihre Waren und Werke an, dabei wird nicht unbedingt weihnachtlich-klischeehafte Musik aufgelegt; vielleicht eine Gelegenheit ein besonderes Weihnachtsgeschenk zu finden.

Eintritt kostet 3€, inkl. Tombola und Spende an »die Tafel«.

Ich hab’ leider keine Zeit mehr, vielleicht geht ja einer von euch hin und sagt, wie es war.

Cinemaxx gibt auf, Colosseum macht weiter

10.09.2006 | 17:38 Uhr | von Dominic

Das Cinemaxx Colosseum hat zum 31.08.2006 den Betrieb aufgegeben, heißt es in der Pressemitteilung.


Kino Colosseum | Foto: ich

Der Vermieter übernimmt mit der Kino Colosseum Betriebs GmbH jedoch den Betrieb der Zweckimmobilie, so dass die Lichter nicht aus gehen.

Eine Berliner Bank zieht endlich aus

27.07.2006 | 12:42 Uhr | von Dominic

Eine, aber nicht die Berliner Bank, versucht derzeit mit handschriftlichen Briefen aus dem Werbemüll herauszustechen.

Ganz neu ist die Masche nicht — ich kenne die Briefe mit handschriftlicher Anschrift und ohne Absender noch an meine Mutter adressiert (Citibank das blöde Pack) — aber immernoch ziemlich nervig.

Den meisten Werbemüll erkennt man heute ja ohne genauer hinzuschauen. Briefkasten auf, die Hand greift rein und mehr als die Hälfte vom Müll landet im dafür vorgesehenen Behältnis.

Ganz furchtbar schlaue Leute (ihr solltet im Spam ersticken!) meinen dieses »Problem« lösen zu müssen.
Klar — Briefen oder Zettel mit handschriftlichen Bemerkungen drauf schenkt man zuerst Beachtung — sie scheinen persönlich und wichtig, vertrauensvoll.

Im speziellen Beispiel geht es um angebliche namenlose und unheimlich spießige Nachbarn (die einen siezen und nicht einladen), die sich im Vorraus für ihre (wahrscheinlich total langweilige) Auszugsparty entschuldigen.
Und weil sie sich nicht einfach in Würde verpissen können, müssen sie noch einen unerwünschten Rat für eine Finanzierung durch die Berliner xxxxBank erwähnen.

Macht euch bloß raus, ihr blöden Arschkrampen. Hoffentlich wurdet ihr ordentlich abgezockt, werdet arbeitslos und kriegt Schimmel an den Wänden, die schön dick mit Asbest abgedichtet sind. Harharhar!

[via Zeit

Falschgeld

18.07.2006 | 19:18 Uhr | von Dominic

Warum behandeln einen Kassierer eigentlich immer, als wolle man frisch gedruckte Blüten unter die Leute bringen, wenn die Zahlung mit Karte, aus irgendwelchen Gründen — und davon gibt es neben zerkratzem Magnetstreifen, Probleme bei der Verbindung, usw. mehr, als kein Geld auf dem Konto — nicht möglich ist?

»Also die Karte nimmt er nich’. STORNO!
Da drüber ist ‘ne Bank, da könn’ Sie es ja mal mit der Karte probieren.« (Wahrscheinlich zieht er die dann gleich ein, Du Betrüger)

Warum schauen die Jungs dann, als ob sie am liebsten — in Hollywood-Manier — die Karte vor einem durchschneiden wollten?

Kommt man dann nach einem 30-minütigen Fußmarsch von der nächsten Sparkasse wieder, könnte man ja vielleicht eine Entschuldigung erwarten, oder vielleicht eine Bekundung, dass man nicht als Problem, sondern als gern gesehener Kunde im Laden angesehen wird und die vorherrschenden technischen Probleme bitte nicht persönlich nehmen soll.

  • »Was war denn mit der Karte?« (Musstest Dir das Geld schnell mal woanders besorgen, was?)
  • »Garnichts war mit der Karte.«
  • »Also das war die erste Karte, die heute nicht funktioniert hat!« (Du lügst doch. Das seh ich doch über meine schlaue Brille drüber. Die Scheine hier sind doch bestimmt Falschgeld aus Polen.)

Cleveres Guerilla-Marketing oder Spam?

22.06.2006 | 16:04 Uhr | von Dominic

Zur Erinnerung nochmal das Video, auf das wir per Kommentar von »Sabrina« aufmerksam gemacht wurden:

Tolles Guerilla Marketing

Lange haben wir auch hier über spaßigen Fake oder Russenmafia gerätselt. Es war aber sogenanntes Guerilla bzw. Virales Marketing von Pedigree, die kostengünstig Aufmerksamkeit erregen wollten und nun Tipps zur Hundeerziehung geben. Und nebenbei natürlich das »richtige« Hundefutter dazu anbieten, das »4 von 5 Hunden instinktiv richtig finden«. In den geklauten Taschen soll also das neue Futter gesteckt haben. Aha! Ich habe echt gebraucht, um den Zusammenhang zu verstehen, da dieser Punkt überhaupt nicht bei mir angekommen ist!
Nebenbei: Mein Hund ist wohl die 1 von 5 Ausnahme und steht mehr auf billiges Katzenfutter.

Da die Aktion es bis in lokale Zeitungen und dritte Programme gebracht hat, kann man wohl von einem Erfolg sprechen — jedenfalls wenn das letzte der Videos inkl. Werbebotschaft am Ende auch bei den Empfängern ankommt.
Bei gerademal ein paar hundert Views steht die Wirksamkeit jedenfalls sehr in Frage.

Alles viral. Oder?

Schaut man mal genauer hin, erkennt man, dass die Aktion wohl nicht ganz so von alleine (an)gelaufen ist, wie sich die schlauen Köpfe dahinter das erhofft haben. Ich habe zwar sofort darauf reagiert und einen Artikel zum Video erstellt. Beim Hauptstadtblog und bei Spreeblick wurden die komplett themenfremden Kommentare von »Sabrina« jedoch vollkommen ignoriert.
Und in einigen Foren scheint es schon mehrere plumpe Versuche gebraucht zu haben. In sofern war die Verbreitung nicht ganz freiwillig (viral), sondern mit Spam-artigen Mechanismen verbunden.

Spam zum Dank

Meine weitere Vermutung scheint bestätigt: Auch unter den Kommentaren hier wurde mitgemischt. Wahrscheinlich um die Diskussion anzutreiben: Frank, Theresa und Georg sind wohl schizophren und schreiben sich alle vom gleichen Rechner oder zumindest Internetzugang aus gegenseitig Kommentare.
Zum Dank, dass wir das Video also aufgreifen, werden wir mit zielgerichteten Pseudo-Kommentaren zugespammt.

Ist das wahre Blog-zu-Blog-Propaganda?

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