Mit der sich aus Berlin verabschiedeten LoveParade dürfte das vom Radiosender meiner Jugend veranstaltete Loveradio auch Geschichte sein.
Geschichte, die mir gut in Erinnerung ist, aber scheinbar nicht Wert, für die Nachwelt festgehalten zu werden. Aus der Wikipedia wurde der Eintrag erst um das Lineup »gekürzt« und nun komplett gelöscht:
Eine x-beliebige Open-air Veranstaltung eines Radiosenders zur Loveparade, wie es tausende zu andere Anlässen auch von anderen Sendern gibt.
heißt die Begründung. Hm.
Obwohl ich sie sehr schätze, ist mir die (deutsche) Wikipedia manchmal wirklich suspekt. Wo in der englischen Version — vermutlich etwas zu detailiert — Kleinigkeiten aus jeder Folge einer Fernsehserie festgehalten werden, wird hierzulande mit Löschungen nicht gegeizt.
Und sowieso kann ich die »Blogs sind keine Quellen«-Haltung nicht nachvollziehen, die in der englischen Version auch kein Thema ist. Dort wird sogar ein deutscher Artikel, wenn es denn sein muss, zum Thema als Quelle akzeptiert.
Nun, da haben wir ja zum Glück noch den LoveRadio-Eintrag im BerlinWiki, auf den ich an dieser Stelle gerne verweise. Samt Hintergründen und Lineup. Für die digitale Ewigkeit. Amen.
Heute vor 10 Jahren wurde die Domain google.com von Larry Page und Sergey Brin registriert.
Was folgte ist eine wohl einzigartige Monopolisierung bei vorhandener Konkurrenz und die heute vermutlich mächtigste und eine der teuersten Marken der Welt – der Aktienwert beläuft sich auf 164 Millarden US-Dollar, was beim aktuellen Dollarkurs ungefähr 530,28 € entspricht.
Google ist damit mehr wert als Allianz (ca. 87 Mrd. USD) und DaimlerChrysler (ca. 69 Mrd. USD, beides nach Geschäftsjahr 2006) zusammen.
Der Wandel vom Industrie- zum Informationszeitalter wäre damit besiegelt.
Ich habe nochmal nachgeschaut: Der Tag der Registrierung stimmt nicht mit der Anschaltung von Skynet überein (4. August 1997)! Glück gehabt.
Das sei noch gesagt: Das Sternradio macht zu:
Der Tresor ist zurück:
7 JAHRE STERNRADIO – DER LETZTE GEBURTSTAG Am letzten Wochenende im Mai (25./26. Mai 2007) wird das Sternradio 7 Jahre alt. Es wird der letzte Geburtstag des Clubs am Alexanderplatz sein. Die Betreiber haben sich schweren Herzens entschlossen, den Clubbetrieb im Laufe dieses Jahres einzustellen und neue Wege zu gehen. Das Sternradio wurde im Mai 2000 direkt am Alexanderplatz im ehemaligen “Haus des Reisens” eröffnet. Es war der erste Berliner Techno-Klub, der sich aus alten Gemäuern und Industriebrachen heraus getraut hat, hinein in die Beton-Ästhetik der sozialistischen Moderne. Das Kupferrelief an der Ostseite des Gebäudes aus den 1960ern wirkte dabei programmatisch: es ist trägt den Titel „Der Mensch überwindet Zeit und Raum.“ Im Untergeschoß etablierte sich das Sternradio als Heimstatt für Artists, Freunde und Bekannte, die Woche für Woche mit erstklassigem und niveauvollen Techno- und House-Sounds verwöhnt wurden. So wurde der Club, von Stammgästen liebevoll “Sterni” genannt, schon nach kurzer Zeit zu einem wichtigen Impulsgeber der Berliner Club- und Partyszene und weit über die Grenzen der Stadt hinaus für lange und legendäre Partynächte bekannt. Hier hatten große und exzessive Partyreihen wie die „Pokerflat Nights”, die “Klub Berlin”- Reihe und die “Time Limited” ihre “Sternstunden”. Inzwischen weltbekannte DJs wie Steve Bug, Martin Landsky, Sascha Funke, Kiki, Gebrüder Teichmann, Housemeister und Woody haben als Residents im Sternradio ihre Karriere begonnen oder regelmäßige Clubnächte dort veranstaltet. Für Tiga, Ricardo Villalobos, Northern Lite, 2raumwohnung, Zoot Woman, Moodyman (Kenny Dixon Jr.), Theo Parrish, Carl Craig, Superpitcher, John Tejada oder Savas Pascalidis und viele mehr bot das Sternradio die erste Gelegenheit überhaupt sich dem Berliner Publikum zu präsentieren. Aber bevor im Sternradio die Lichter für immer ausgehen, lädt das Team am 25. und 26.5.2007 zum Geburtstag ein. Der wird so exzessiv, überschwänglich und ausdauernd wie jedes Jahr zuvor gefeiert – inklusive After Hour und Geburtstagsbowle sowie einer B-DAY LOUNGE im Outdoorbereich samt Sternradio-Flyeraustellung von 2000 – 2007, wo man seine Erinnerungen austauschen kann…. Am Freitag, dem 25.5.2007, ist der junge Produzent und DJ Florian Meindl aus London bei Miss Yetti und Lasse Lovelace zu Gast. Samstag steigt die House-Party „Stella The Bitch“ mit einem sehr speziellen Stargast, eingeladen von Gawron Paris und Luna City Express. Ab 05:00 Uhr morgens übernehmen dann diverse Sternradio-Residents und werden als Gratulanten dem Geburtstagskind ihr ganz persönliches Ständchen geben.
Nach zweijähriger Zwangspause sind wir jetzt sehr glücklich, die Eröffnung des neuen Tresor Clubs bekannt geben zu können. Das ehemalige Kraftwerk in der Köpenicker Str. 59-73 auf dem Vattenfall- Gelände in Berlin Mitte bietet uns mit seinem industriellen Charakter und dem gewaltigen Platzangebot eine ideale Umgebung für die Umsetzung unserer Ideen und die Schaffung neuer Perspektiven. Dank unermüdlicher Anstrengungen und der Unterstützung unserer neuen Partner Carlsberg, Campari und Redbull wird der Club mit drei Ebenen ausgestattet sein: der Batterieraum als legitimer Nachfolger des legendären Globus, die +4 Bar mit einem magischen Ausblick in die alte Kraftwerksruine und natürlich der Tresor Keller, welcher über einen 30 Meter langen Tunnel zu erreichen ist. Schon am 24. Mai werden wir mit einem ganz besonderem Gast beginnen: Sven Väth feiert sein seit drei Jahren erwartetes Berlin-Comeback! Danach wird der Tresor wieder jeden Mittwoch, Freitag und Samstag sowie für spezielle Veranstaltungen geöffnet haben. Tresor.Back In May ________________ LINE UP: 24. Mai Sven Väth, Melanie Houston, Recyver Dogs Live, Phonique, Daniel Rajkovic, Kriek, Baeks 25. Mai Blake Baxter, Alan Oldham, Dash, Dry, Djoker Daan, Wimpy, rama aka Princess Lizard 26. Mai The Advent Live PA, Heiko Laux, Pacou, Daffy, Martin Moeller, MGI, Trias, Special Guest 27. Mai Rok, Jonzon, Stewart Walker Live PA, Todd Bodine, DJ Luke 30. Mai – ERSTER BONITO HOUSE CLUB!!! Dole & Kom, DJ SPUD, Dave DK, MasCon, Mike Dehnert Live PA, S.Sic, Subtronic More artists to be announced! LOCATION: Tresor Club Köpenicker Str. 59-73 10179 Berlin Mitte (U-Bahnhof Heinrich-Heine-Straße) Einlass: 23:00 Uhr Eintritt ab 18 Jahren!
Via Tim Thaler: Da isser wieder + Sternradio closing
Nachtrag 06.08.06:
Der Monitor ist weg und hat -, wenn er den Weg mit der U-Bahn heil übersteht,- einen neuen Besitzer.
Alles muss raus — außer Tiernahrung

So auch dieser Apple 20” Multiple Scan Monitor mit Trinitron Röhre (links) — im Vergleich dazu sein 17-zölliger Zwillingsbruder (nicht 1-eiig) von Philips.
Der gute funktioniert soweit noch und ist in just diesem Moment im Einsatz auf meinem Schreibtisch. Eine 1280er Auflösung macht er mit 75Hz, also relativ flimmerfrei. Ein Adapter zum Anschluß an standard-VGA (PC) ist dabei, ich denk halt an alles.
Abzuholen diese Woche (bis 06.08.06 23:59 Uhr) aus dem rückenschonenden Erdgeschoß in Reinickendorf.
Einfach hier per Kommentar, Kontaktformular oder Telefon melden. Detailaufnahme verfügbar, genau wie die technischen Daten. Vorherige Ansicht ist auch kein Problem aber etwas stillos.
In Kiew und anderen Städten der ehemaligen Sowjetunion finden heute Gedenkfeiern zum 20. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl statt.
Die auch heute noch sicht- und messbaren Auswirkungen sollten Grund genug sein, dass auch wir wenigstens kurz den noch ungeklärt zahlreichen Opfern gedenken und uns der Gefahren einer Technologie, die technisches oder menschliches Versagen und vorallem Nachlässigkeit grenz- und generationsübergreifend bestraft, erinnern.

Dieser Unfall brachte für die Ukrainische Stadt Tschernobyl unrühmliche Bekanntheit und machte sie zum Synonym für Verstrahlung.
Der Unfall im Kernkraftwerk Tschernobyl von 1986 zählt zu den verherendsten Unfällen im Rahmen der zivilen Nutzung von Kernenergie. Die Unfälle um Majak werden als noch größer eingeschätzt.
Sehr empfehlenswert in diesem Rahmen ist ist die Photoserie Nuclear Nightmares, die ich vorallem starken Befürwortern und Lobbyisten ans Herz lege.
Morgen, also am 19.11.05, findet der 1. Stoptag, eine Demonstration und Aktion zur Erhaltung, Wiederaufbau und vorallem gegen den Abriss des Palast der Republik statt, der zum 31.12.2005 beginnen soll.
Der Abriss des Palastes und der an dieser Stelle geplante Wiederaufbau des 1950 gesprengten Berliner Stadtschloss haben in den letzten Jahren eine rege Diskussion angeregt.

Palast der Republik im August 2005 / Bild: Wikipedia.de
1945 wurde Berlin aus vier Sektoren zusammengesetzt. Briten, Amerikaner und sogar die Franzosé legten zusammen und machten eine Stadt, die sie wegen des bösen Bären dann Berlin nannten. Nur die Russen schmollten wegen ihres Kalten Krieges und mussten wieder mal ihr eigenes Ding drehen. Sie gründeten aus purem Trotz direkt daneben ihre eigene Stadt und nannten diese provokativ Ostberlin.Auf ausdrücklichen Wunsch seiner russischen Gäste errichetete Ostberlins Weihnachtsmann Honecker am 13. August 1961 die sog. Berliner Mauer als Schutz vor den rüpelhaften Amerikanern, die mit ihren riesigen Autos immer gleich drei Parkplätze belegten und außerdem zu laute und zu schnelle Musik hörten.
1989 fiel schließlich unter dem Druck einiger Republikflüchtlinge die Mauer wieder. Große Autos und laute schnelle Musik waren jetzt salonfähig geworden. Bereits 1990 wurde Berlin per Eilbeschluss deutsche Hauptstadt. 1991 beschloss der Bundeskanzler, dass die Stadt auch wieder Sitz der deutschen Bundesregierung sein sollte, um seinen Freunden in der maroden deutschen Wirtschaft Aufträge in Milliardenhöhe zuschachern zu können. Berlins Straßen allerdings sind dadurch bis heute nicht besser geworden, auch auf der kreisförmigen Autobahn fliegen die Wagen immer noch zu leicht aus der Kurve. Doch die wirklich Gearschten waren diesmal die Einwohner der unschuldigen deutschen Hauptstadt Bonn.
Wissenswertes (und nicht ganz Ernsthaftes) zur Berliner Geschichte aus der Stupedia, gefunden im Hauptstadtblog.

Viele Grüße aus Berlin
Deine Ruth

J.F.K: »Isch bin ein Bearleener«
Am 26. Juni 1963 hielt John F. Kennedy vor dem Rathaus Schöneberg eine berühmte Rede, aus der ein allseits bekanntes Zitat hervorging:
Two thousand years ago the proudest boast was civis Romanus sum. Today, in the world of freedom, the proudest boast is Ich bin ein Berliner. ...
And, therefore, as a free man, I take pride in the words Ich bin ein Berliner.

Handschriftliche Notiz in Lautschrift: Ish bin ein Bearleener | kiwis Romanus sum | Lust z nach Bearleen comen
Um dieses Zitat regt sich im englischsprachigen Bereich eine “Jelly Doughnut” Urban Legend und Diskussionen darüber, dass dieser Satz nicht richtig übersetzt wurde und sich Deutsche darüber lustig machen würden.
Ich muss zugeben, diese Theorie ist widerum sehr amüsant und war mir bis vor kurzem gänzlich unbekannt.
Einige Leute sind vollen Ernstes der Ansicht, man könnte und würde den Satz “Ich bin ein Berliner”, der von einem amerikanischen Präsidenten vor einer großen Menschenmenge im geteilten Berlin in eine Rede eingebaut wird, falsch verstehen – nämlich als “Ich bin ein gefüllter Pfannkuchen” (so heißen “Berliner” nämlich in Berlin) bzw. “Ich bin ein Krapfen” oder “Ich bin ein Kräppel” (Süddeutschland) oder “Ich bin ein Berliner Ballen”.
Wie so oft scheinen hier Sprachwissenschaftler die Sprache besser zu kennen, als Muttersprachler oder in Berlin Aufgewachsene.
Diese Urban Legend ist schon alleine weil Berliner »Pfannkuchen« zu eben dieser süßen Speise sagen ziemlicher Unsinn und höchstens gut um ein amerikanisches Sommerloch zu füllen.
Ich war natürlich bei der Rede selbst nicht dabei, aber Zweifler sollten sich einmal die Rede anhören, an der anstatt Gelächter jubelndern Beifall zu hören ist.
Am 13. August 1961, also vor genau 44 Jahren, wurde die Grenze rund um West-Berlin überraschend geschlossen. Aus quadratischen Blockelementen, die eigentlich zum Wohnungsbau vorgesehen waren, wurden provisorisch Grenzsperren errichtet, die später immer weiter verbessert und perfektioniert wurden.

13. August 1961 / Bilder: ddr-bilder.de
Noch zwei Monate vorher, am 15. Juni 1961, antwortete Walter Ulbricht auf die Frage einer westdeutschen Journalistin wie folgt:
Ich verstehe Ihre Frage so, dass es Menschen in Westdeutschland gibt, die wünschen, dass wir die Bauarbeiter der Hauptstadt der DDR mobilisieren, um eine Mauer aufzurichten, ja?
Mir ist nicht bekannt, dass eine solche Absicht besteht; dass sich die Bauarbeiter in der Hauptstadt hauptsächlich mit Wohnungsbau beschäftigen und ihre Arbeitskraft voll eingesetzt wird. Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!

Der “Antifaschistischer Schutzwall”, der angeblich zum Schutz der Bevölkerung vor den Einflüssen des Westens errichtet wurde, hatte nur eine einzige Funktion: Die Bürger der DDR am Verlassen des eigenen Landes zu hindern.
Dies sah die DDR als letzte Möglichkeit, um das Land vor dem “ausbluten” zu retten, denn die Zahl der “Republikflüchtlinge” war seit Errichtung der DDR stets steigend. Zwischen 1949 und 1961 verließen etwa 2,6 Millionen Menschen die DDR und Ost-Berlin.
An der Berliner Mauer kamen mindestens 86 Menschen durch Gewalt seitens der Grenzer zu Tode. Andere Quellen gehen von mindestens 238 Toten aus, wobei Unfälle mitgezählt sind.
Quellen und Links:

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