Startups und der Umgang mit Menschen

28.04.2007 | 20:38 Uhr | von Dominic

Startups sind ja wieder voll angesagt und salonfähig.
Egal wie sinnlos die Seite sein mag, Hauptsache AJAX, User Generated Content undso. Kann man vielleicht für ein paar Fantastilliarden an Google oder sonstwen verkaufen.

Ist man auf dem Stand der Zeit, nutzt man ein Wiki zur Projektplanung, indem sehr detailiert beschrieben wird, wie die Blogger dieses Landes — bevorzugt die ganz tollen aus der Hauptstadt — auf mehr oder weniger plumpe Art (T-Shirts und Kochevents) umgarnt werden sollten.

Das ist teilweise lächerlich aber auch legitim. Dass Blogger zunehmend als billige Werbeplattformen und Linkquellen angesehen werden — und was sie zu sagen haben außer Blogger selbst eher weniger interessiert — daran müssen sie sich zunehmend gewöhnen.
Man kann ja immernoch ablehnen. Wenn man das überhaupt will.

Ähnliche Gedanken — wie mache ich meine neue Seite/Projekt schnell bekannt? — macht sich (oder sollte es) doch jeder.
Dumm nur, wenn die eigenen — mehr oder weniger abwegigen bis dreisten — Gedanken nicht vor fremden Zugriff geschützt sind:

laden wir Agenturen ein, um uns inspirieren zu lassen und machen es dann selbst?

Klar, besser gut geklaut als schlecht selbst ausgedacht.
Das spricht für Charakterschwäche, könnte erwähnt werden, aber sich zu beschweren und von Skandal zu reden, dass das Wiki öffentlich ist und es gleichzeitig zu verlinken — äh, Widerspruch?

Und zur Belohnung, wird Yumondo schonmal schön verlinkt und kriegt beim Launch (wenn es denn irgendwann »early 2007« ist) Aufmerksamkeit von Bloggern, die es so nicht gegeben hätte.

Und angeblich bösen Unternehmen die Domains wegzuschnappen… ist doch irgendwie leicht albern.

re-publica: ohne uns

12.04.2007 | 20:01 Uhr | von Dominic

Erstmal: Herzlichen Glückwunsch zum Erfolg der Blogger-Tagung re:publica. Mit rund 700 Besuchern ist sie damit etwa doppelt so erfolgreich wie von den Veranstaltern vermutet.

Die »Messe« ist also nicht komplett an mir vorbei gegangen; irgendwo sehe ich mich aber nicht dazu hingerissen, dort hinzugehen (natürlich habe ich auch garkeine Zeit Eye-wink ).
Erstmal: Für 60€ kann ich mich an 3 Tagen auch gut anders amüsieren (nach getaner Arbeit). Tageskarten gibt es zwar auch (davon habe ich aber erst durchs Radio anstatt durch die Website erfahren), aber sehr begrenzt.

Die Vortragsthemen finde ich größtenteils irgendwie… unspannend (Lesungen erst recht). In 30 Minuten kann man ein Thema halt nur anreißen. Trolle im Internet — ja, es gibt sie, jeder hat schonmal einen gesehen (oder gespielt), und mehr interessiert mich das irgendwie auch nicht.
Und Geld verdienen mit Blogs da glaube ich im deutschsprachigen Raum (ohne eine Schar von kostenlos arbeitenden Praktikanten) nicht wirklich dran. Wenn ein Herr Basic (mit einem der populärsten Blogs) da gerade mal auf 800€ im Monat kommt — dann kann sich der (inhaltlich vielleicht garnicht schlechte) Rest die Chancen ja mal selbst ausrechnen.
Wie es nach der Web 2.0-Blase (die ja mal wieder im vollen Gang der Aufblähung ist) aussieht, garnicht mal zu reden. Aufträge durch Blogs als Selbstvermarkung ist natürlich was anderes. Das kann sich durchaus rechnen.

Die Berichterstattung ist dementsprechend inhaltslos: »Weblbogger treffen sich zu Konferenz« um über ihr Leben im Netz zu reden. Ja, toll.
Zahnärzte treffen sich, um über ihr Leben in der Praxis zu reden, und neue Prophylaxestudien vorzustellen. Spannend. Vorallem für Zahnärzte.
Hundehalter treffen sich im Park, um über ihr Leben als Futterversorger zu philosophieren. Uiuiui.
Pflanzenfreunde treffen sich im Garten, um über ethische Etikette zu diskutieren. Darf man bedenkenlos Rosen aller Farben kreuzen, oder ist das geschmacklos? Mh.
Ist das abwertend gemeint? Nein.

Vermutlich fühle ich mich einfach nicht »Blogger« genug, um da zu euphorieren.
Scheint aber nicht nur mir am Arsch vorbei zu gehen.

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Berlin, die Mega-Metropole?

18.01.2007 | 11:50 Uhr | von Gast

Lieber Berliner, liebe Berlinerin,

im Rahmen meiner Diplomarbeit am Lehrstuhl für kognitive Psychologie des Instituts für Psychologie der Humboldt-Universität zu Berlin beschäftige ich mich damit, wie Menschen Metropolen wahrnehmen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn du mich durch die Teilnahme an der Onlinebefragung (link siehe unten) unterstützen könntest.

Bei der Umfrage geht es um deine/Ihre persönliche Meinung; alle Angaben werden selbstverständlich anonym und streng vertraulich behandelt.

Teilnehmen können alle Menschen, die älter als 20 Jahre alt sind, schon mindestens seit einem Jahr in Berlin wohnen und noch nicht an der Umfrage „Metropolis“ teilgenommen haben! (Ihr müsst also nicht ursprünglich Berliner bzw. Deutsche sein!)

Hier findest du den Fragenbogen:
http://metropole.no-ip.org

(oder www.unipark.de/uc/b_hu_inst_psych_kogpsy/e16d/)

Vielen, vielen Dank für deine Unterstützung.

Schöne Grüße.

Tasja Klausch

Platitüdenklopfen

02.08.2006 | 00:24 Uhr | von Dominic

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Zusammenfassend kann man also sagen: Rot-rot macht arm und arbeitslos, schwarz-gelb macht mehr Unternehmen und mehr Arbeitsplätze = wohlhabend. Einfach so aus dem Ärmel.

Mehr davon gibt es in der Flickr Gruppe Berliner Wahlplakate 2006.

Ehrenbürger, Bundesverdienstkreuz und Doktor für Klinsmann

09.07.2006 | 13:54 Uhr | von Dominic

Ok, die Ehrendoktorwürde ist (noch) eine Erfindung von mir.
Die beiden anderen Auszeichnungen sind derzeit wirklich im Gespräch für Jürgen Klinsmann. Renate Künast wäre da eine der prominentesten Befürworterinnen für die Berliner- Ehreneinbürgerung Jürgen Klinsmanns. BVG Jahresticket und kostenlose Bestattung inklusive.

Übertrieben und nicht wirklich passend, findet Bürgermeister Klaus Wowereit.
So ein Bundesverdienstkreuz sei da viel besser geeignet, meinen andere.

Naja, wenn die so inflationär auch gleich mal an schweizer FIFA Bosse verteilt werden, hat man da gar kein Gegenargument mehr. Soll doch jeder eins kriegen.

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.berlin als Top-Level-Domain

03.02.2006 | 17:45 Uhr | von Dominic

“.berlin ist die eigenständige Domain-Endung der Berliner Community im Internet. Die damit verfügbaren lokalen Adressen sind prägnant und schaffen Identität für Bürger, Unternehmen und Institutionen, intuitiv finden so Anbieter und Nachfrager von …”