Es gibt Tage, da bin ich froh, dass es das Internet gibt. Und Breitbandverbindungen mit Flatrate. Da kann man heute allerhand Sachen um die Welt laden. Und anschauen.
Gemeint ist gerade ein Video, dass Zeugen vom Anschlag auf das World Trade Center gemacht haben. Und wir reden hier nicht von Zeitzeugen, die den Einsturz der Türme im Fernsehen beobachtet haben, sondern so nah, dass sie die Fenster vor dem Staub schließen mussten.
Und sich letztes Jahr dazu entschlossen haben, es zu veröffentlichen.
Es zeigt mehr, als jede Live-Reportage, die es damals vom Ort des Geschehens – oder ein paar Blöcke weiter – gab.
Via BasicThinking wo in den Kommentaren auf die Zahl der Toten im Irak seit der US-Invasion hingewiesen wird, und die Rede von 750.000 ist. Quelle? Keine Ahnung, aber es wird schon ein Vielfaches der etwa 3000 Umgekommenen bei den Anschlägen 9/11 sein.
Aber kann man das so einfach aufrechnen? Lebt man lieber eingeschränkt, dafür geregelt, oder besser frei und unsicher?
Ich schätze, diese Zahl und Situation ist für die meisten, sagen wir mal, westländisch aufgewachsenen Menschen irgendwo einfach nicht wirklich fassbar.
Obiges Video vermutlich eher.
Auch, das habe ich zuerst im Internet gesehen, gibt es dort fruchtbaren Boden für Verschwörungstheorien, die, ohne jetzt versuchen sie zu werten, zumindest unterhaltsam sind.
Oder wie sonst nennt man Programme, die von Computern im Kanzleramt und anderen Ministerien Daten herunterladen?
Es ist schon eine ernste (und irgendwie auch sehr peinliche, wenn auch garnicht so überraschende) Sache (;vorallem im Hinblick auf die von Herrn Schäuble erwünschten Rechte im Zuge der »Onlinedurchsuchung«).
Ich frage mich jedoch, was der ein oder andere deutsche Politiker sich vorstellt, was die Frau Kanzlerin bei ihrem Besuch in China groß dazu sagen und erreichen soll. Soll sie mal so richtig auf’n Tisch hau’n?
Dort wird entweder überraschend geguckt und/oder alle Vorwürfe wehement zurückgewiesen. Wie kann man denn nur! Unerhörte Frechheit! 5 Transrapids weniger gekauft nächstes Jahr!
Wenn die Beteiligten dahinter nicht ganz blöd waren, kann (bis auf »irgendwo in China«) auch nicht viel mehr zur Quelle (oder viel richtiger »Siege«) gesagt werden und dann kann immernoch behauptet werden: Das war ein Wanderarbeiter/Praktikant/Neffe/Kommunist Kapitalist, der war total unzuverlässig und stank, der arbeitet hier eh nicht mehr. Wo der jetzt ist, wissen wir auch nicht. [Hier das chinesische Pendant für Müller einsetzen] hieß er.
(Neue Kategorie: Überschriften, für die ich mich irgendwann entschuldigen muss, aber nicht zurückhalten konnte)
So gehört, gestern im sächsischen Landtag von Marko Schiemann (CDU) Johannes Lichdi (Bündnis90/die Grünen) zu Uwe Leichsenring (NPD). Und das war, nach meiner Ansicht, noch sehr förmlich und zurückhaltend ausgedrückt.
Volksverhetzende Äußerungen in Landtagssitzung
In einer von der NPD beantragten Debatte zu den Ausschreitungen am 1. Mai in Leipzig äußerte sich Leichsenring und kritisierte zunächst zusammenhangslos, wie die Tatverdächtigen um die Schlägerei mit einem »Neger, oder nicht? Es war doch ein Neger!« (Zitat Leichsenring) in Potsdam per Hubschrauber zum Verhör nach Karlsruhe geflogen wurden.
Würde man jeden linksextremistischen Täter so abführen wollen, bräuchte man mehrere Hubschrauber, ja ganze Sonderzüge.
Auf den Zwischenruf von Peter Porsch (PDS):
»Es gab schon mal Sonderzüge – mit Zügen kennt ihr euch ja aus«
antwortete Leichsenring:
»Jaja, manchmal wünscht man sie sich wieder, wenn ich manche so sehe«
Leichsenring war daraufhin von der Debatte und später den nächsten 3 Landtagssitzungen ausgeschlossen worden. Die 9-köpfige Fraktion der NPD verließ danach geschlossen »aus Protest« den Saal.
Soll’n die sich doch »aus Protest« verkriechen und ganz weg bleiben. Stört sicher keinen.
Porsch fühlte sich von der Aussage Leichsenrings bedroht: Dieser habe deutlich gemacht, was er mit »uns allen machen würde, wenn er könnte«.
Leichsenring selbst hatte als Ausrede, dass er sich nicht auf die Transporte der Juden in Konzentrationslager während der NS-Zeit bezog.
Was für Sonderzüge könnte Herr Leichsenring wohl sonst gemeint haben?
a) nach Pankow
b) zur Loveparade
c) Vogelsonderzüge
d) Schienenersatzverkehr auf Schienen
e) Feuerwehrsonderzüge
f) zur Fifa WM 2006™
Links & Quellen:
In Kiew und anderen Städten der ehemaligen Sowjetunion finden heute Gedenkfeiern zum 20. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl statt.
Die auch heute noch sicht- und messbaren Auswirkungen sollten Grund genug sein, dass auch wir wenigstens kurz den noch ungeklärt zahlreichen Opfern gedenken und uns der Gefahren einer Technologie, die technisches oder menschliches Versagen und vorallem Nachlässigkeit grenz- und generationsübergreifend bestraft, erinnern.

Dieser Unfall brachte für die Ukrainische Stadt Tschernobyl unrühmliche Bekanntheit und machte sie zum Synonym für Verstrahlung.
Der Unfall im Kernkraftwerk Tschernobyl von 1986 zählt zu den verherendsten Unfällen im Rahmen der zivilen Nutzung von Kernenergie. Die Unfälle um Majak werden als noch größer eingeschätzt.
Sehr empfehlenswert in diesem Rahmen ist ist die Photoserie Nuclear Nightmares, die ich vorallem starken Befürwortern und Lobbyisten ans Herz lege.
Aufgrund der gestrigen Terroranschläge in London mit 70 Todesopfern hat das Land Berlin sowie die Bundesregierung Trauerbeflaggung angeordnet.
Wir schließen uns dem an und “flaggen” diese Woche aus Mitgefühl für die Angehörigen der Opfer sowie Solidarität unsere Website halbmast.
Daher muss man etwas runter scrollen.
News Break:
In der Londoner Innenstadt gab es am heutigen Morgen mehrere Bombenanschläge.

Nach aktuellem Stand gab es 6 vier Explosionen in U-Bahnen und Bussen einem Doppeldecker Bus.
Offiziell bestätig sind derzeit 2 70 Tote und über 90 etwa 700 Verletzte.
Das gesamte U-Bahnsystem ist lahmgelegt, es gibt Stromausfälle, die Mobilfunknetze sollen nicht funktionieren.
Die Börsen in Europa gaben aufgrund der Terrormeldungen um 3-4% nach.
Mehr Informationen bei der Nachrichtenquelle Deiner Wahl:
Weitere Quellen können gerne als Kommentar hinterlassen werden.
Den Angehörigen von Opfern gilt unser Mitgefühl.

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