Am 13. August 1961, also vor genau 44 Jahren, wurde die Grenze rund um West-Berlin überraschend geschlossen. Aus quadratischen Blockelementen, die eigentlich zum Wohnungsbau vorgesehen waren, wurden provisorisch Grenzsperren errichtet, die später immer weiter verbessert und perfektioniert wurden.

13. August 1961 / Bilder: ddr-bilder.de
Noch zwei Monate vorher, am 15. Juni 1961, antwortete Walter Ulbricht auf die Frage einer westdeutschen Journalistin wie folgt:
Ich verstehe Ihre Frage so, dass es Menschen in Westdeutschland gibt, die wünschen, dass wir die Bauarbeiter der Hauptstadt der DDR mobilisieren, um eine Mauer aufzurichten, ja?
Mir ist nicht bekannt, dass eine solche Absicht besteht; dass sich die Bauarbeiter in der Hauptstadt hauptsächlich mit Wohnungsbau beschäftigen und ihre Arbeitskraft voll eingesetzt wird. Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!

Der “Antifaschistischer Schutzwall”, der angeblich zum Schutz der Bevölkerung vor den Einflüssen des Westens errichtet wurde, hatte nur eine einzige Funktion: Die Bürger der DDR am Verlassen des eigenen Landes zu hindern.
Dies sah die DDR als letzte Möglichkeit, um das Land vor dem “ausbluten” zu retten, denn die Zahl der “Republikflüchtlinge” war seit Errichtung der DDR stets steigend. Zwischen 1949 und 1961 verließen etwa 2,6 Millionen Menschen die DDR und Ost-Berlin.
An der Berliner Mauer kamen mindestens 86 Menschen durch Gewalt seitens der Grenzer zu Tode. Andere Quellen gehen von mindestens 238 Toten aus, wobei Unfälle mitgezählt sind.
Quellen und Links:

Kommentar hinzufügen