Mauermahnmal am Checkpoint Charlie wird morgen geräumt
So will es das Kammergericht Berlin, das den Antrag auf Einstellung der Zwangsvollstreckung (der Räumung) aufgrund mangelnder Erfolgsaussichten einstellte.

»Mauerkreuze« am Checkpoint Charlie
Es geht um das Mauermahnmal der “Arbeitsgemeinschaft 13. August” am “Checkpoint Charlie” in der Friedrichstraße, das dort seit Oktober 2004 steht. Es wurden Teile der Mauer nachgebaut sowie Kreuze für die Maueropfer aufgestellt. Die als temporäre Kunstaktion angemeldete Installation blieb nach Ende des Pachtvertrages bestehen.
Der Pachtvertrag für die Grundstücke wurde von der Bankaktiengesellschaft Hamm nicht verlängert, diese klagte auf Räumung und bekam vor Gericht Recht. Termin für die Räumung ist morgen: Dienstag, der 5. Juli 2005.
Alexandra Hildebrandt, Leiterin des Mauermuseums und geschäftsführende Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft 13. August e.V gibt sich kämpferisch und will auf keinen Fall räumen.
Sie will nun Geld sammeln, um die Gründstücke zu kaufen. Beim Preis von 36 millionen Euro, den die Bank dafür haben will, wohl eher eine Illusion.
Der Bundestag hat sich währenddessen am letzten Donnerstag (30. Juni) für eine “eigene” Mauergedenkstätte am Brandenburger Tor ausgesprochen; der Antrag war von über 200 Abgeordneten unterzeichnet worden.
Nachtrag vom 10.07.05:
Wie angekündigt gab es Proteste gegen die Räumung. Einige Protestanten ketteten sich an die Kreuze und mussten von der Polizei losgeschnitten werden.
Das ganze war dann aber doch nicht so medienwirksam, wie sich einige das vorgestellt und erhofft hatten; es wurden keine Kreuze mit angeketteten Menschen von Bulldozern oder Radladern weggeschafft.

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