Morgen, also am 19.11.05, findet der 1. Stoptag, eine Demonstration und Aktion zur Erhaltung, Wiederaufbau und vorallem gegen den Abriss des Palast der Republik statt, der zum 31.12.2005 beginnen soll.
Der Abriss des Palastes und der an dieser Stelle geplante Wiederaufbau des 1950 gesprengten Berliner Stadtschloss haben in den letzten Jahren eine rege Diskussion angeregt.

Palast der Republik im August 2005 / Bild: Wikipedia.de
Ich finde beide Projekte, Umbau des Palastes, sowie Wiederaufbau des Schlosses haben sein Für und Wider, und obwohl so ein Schloss sicherlich was schickes wäre, haben dennoch beide Gebäude historische Bedeutung und einen gewissen Wert.
Was ich mich ernsthaft frage ist, ob die 1,2 Mrd. € (!), die für die Errichtung der Schlosskopie geplant sind, wirklich voll aus privater Finanzierung stammen können.
Bei Projekten dieser Größenordnung wird sich ja regelmäßig um Weiten verschätzt, und am Ende muss dann womöglich der Staat einspringen, um einen halbfertigen Bau vor der Verwitterung zu retten.

Berliner Stadtschloss anno 1930
Die Fakten (nach Palastbündnis):
Da es bei dieser Frage aber vorallem auch um Symbolischen Charakter geht, muss sicher jeder für sich selbst beantworten. Verstehen kann ich beide Seiten.
Quellen und Links:
Das Programm:
Via Dani, Hauptstadtblog und Liza

Jede Epoche präsentiert sich in der Architektur der Gegenwart und empfiehlt sich darüber für die Zukunft. Wir sollten diese Gelegenheit wahrnehmen und etwas bauen, das unsere Zeit wiederspiegelt und nicht ein Relikt wieder aufbauen. Lieber ein neues Original, als eine teure Kopie von etwas Vergangenem. Das hat für mich was von "atike Möbel fälschen".
Von Gast (nicht überprüft) | 24 Oktober, 2006 - 13:29 |Kommentar hinzufügen