So gehört, gestern im sächsischen Landtag von Marko Schiemann (CDU) Johannes Lichdi (Bündnis90/die Grünen) zu Uwe Leichsenring (NPD). Und das war, nach meiner Ansicht, noch sehr förmlich und zurückhaltend ausgedrückt.
Volksverhetzende Äußerungen in Landtagssitzung
In einer von der NPD beantragten Debatte zu den Ausschreitungen am 1. Mai in Leipzig äußerte sich Leichsenring und kritisierte zunächst zusammenhangslos, wie die Tatverdächtigen um die Schlägerei mit einem »Neger, oder nicht? Es war doch ein Neger!« (Zitat Leichsenring) in Potsdam per Hubschrauber zum Verhör nach Karlsruhe geflogen wurden.
Würde man jeden linksextremistischen Täter so abführen wollen, bräuchte man mehrere Hubschrauber, ja ganze Sonderzüge.
Auf den Zwischenruf von Peter Porsch (PDS):
»Es gab schon mal Sonderzüge – mit Zügen kennt ihr euch ja aus«
antwortete Leichsenring:
»Jaja, manchmal wünscht man sie sich wieder, wenn ich manche so sehe«
Leichsenring war daraufhin von der Debatte und später den nächsten 3 Landtagssitzungen ausgeschlossen worden. Die 9-köpfige Fraktion der NPD verließ danach geschlossen »aus Protest« den Saal.
Soll’n die sich doch »aus Protest« verkriechen und ganz weg bleiben. Stört sicher keinen.
Porsch fühlte sich von der Aussage Leichsenrings bedroht: Dieser habe deutlich gemacht, was er mit »uns allen machen würde, wenn er könnte«.
Leichsenring selbst hatte als Ausrede, dass er sich nicht auf die Transporte der Juden in Konzentrationslager während der NS-Zeit bezog.
Was für Sonderzüge könnte Herr Leichsenring wohl sonst gemeint haben?
a) nach Pankow
b) zur Loveparade
c) Vogelsonderzüge
d) Schienenersatzverkehr auf Schienen
e) Feuerwehrsonderzüge
f) zur Fifa WM 2006™
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