Und im Radio? Nüx.

21.08.2007 | 18:40 Uhr | von Dominic

Seit etwa einem Jahr macht mir der Lieblingsradiosender meiner Jugend keinen richtigen Spaß mehr.
Zu glatt, durchproduziert, mainstreamig und poppig wurde mir das alles.
Bin ich plötzlich zu erwachsen und anspruchsvoll geworden, oder hatte sich bei Fritz etwas grundlegend verändert?

Nun lese ich: der Wandel hat System. Mit dem neuen Logo und Design im Letzten Jahr soll wohl neuer Wind hereingeweht werden. Zum Ende des Jahres soll das passiert sein.
Es sollen Entlassungen folgen (Marusha, MC Lücke, André Langenfeld, etc.) — eine langjährige freie Mitarbeit wird da plötzlich wertlos. Dafür kommen komische Moderatorencastingshows mit teilweise abenteuerlichem Gestümmel (on air).

Wahrscheinlich musste es so kommen. Man wird schließlich älter. Aus dem Energy-Alter war ich ja auch irgendwann raus. Mit ner Bravo lockt man heute auch keinen mehr vor’m Ofen vor.

Als wirklich brauchbare Alternative, und über die Ganztagslizenz bin ich heilfroh, hat sich Motor FM rauskristalisiert. Da scheinen Menschen dahinter zu stehen, die die Sache ernst, aber auch mit der nötigen Gelassenheit nehmen und zu wissen scheinen, was sie da machen. Und keine Partyschwestern oder sonstewas für unglaubwürdige Freaks.

Nebenbei habe ich die Stimmen des ein oder anderen früheren Fritz-Moderators in letzter Zeit ein paar Türen weiter bei RadioEins gehört. Nur für Erwachsene und für mich zweite Wahl nach Motor.

Kommentare zu diesem Artikel:

Da spricht mir jemand aus der Seele.

Versuch es mit Radio 1, ist auch vom RBB, man muss sich nicht an durchweg neue Moderatoren gewoehnen und auch wenn der Slogan "nur fuer Erwachsene" spaetestens nach dem dritten Mal hoeren nervt, ist es wohl eine ziemlich gute Alternative. Zumindest ich bin sehr zufrieden.

Von Gast (nicht überprüft) | 22 August, 2007 - 01:24 |
Tim Thaler's picture

nun, dass die Moderatoren nach „Fritz“ bei Radio1 landen ist ja kein Zufall sondern das Rentensystem des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

generell läuft ein Moderatorenvertrag nach 7 Jahren aus, da sonst die Moderatoren älter werden würden als die Zielgruppe.

Da man sich aber kennt und die eine Krähe der anderen kein Auge auskratzt sucht man halt immer wieder Mittel und Wege über die Runden zu kommen.

Vertragsverlängerungen, Zweitjobs bei Werbeagenturen, die wiederum die Radiowerbung für den Sender verkaufen oder eben Anstellungen bei anderen Sendeanstalten.

Von Tim Thaler | 22 August, 2007 - 16:37 |
Dominic's picture

Rentensystem. Prima Beschreibung. Smiling

Von Dominic | 22 August, 2007 - 18:15 |

eine gute Freundin von mir meinte, KenFM - so lange es noch existiert! - kann man sich auch noch anhören, wenn man es noch indier als MotorFM mag...

Von Céline (nicht überprüft) | 5 September, 2007 - 23:28 |

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