Markus Kavka schreibt und liest

19.02.2007 | 19:25 Uhr | von Dominic

Herrschaften, Markus Kavka war neben Christian Ulmen und Nora Tschirner schon immer einer meiner Lieblingsmoderatoren. Bei MTV, und sowieso im deutschen Fernsehen.
Der Typ steht einfach lässig da rum und erzählt einem was, was nicht auswendig gelernt oder vom Teleprompter abgelesen und vorallem glaubhaft wirkt, wenn er wild von einer Band schwärmt oder eine Geschichte erzählt, wie er mal auf die Fresse (eines seiner Lieblingswörter) bekommen hat.

Das mit MTV-gucken ist nun eher seltener geworden und liegt vielleicht einfach daran, dass ich nicht mehr ganz zur Zielgruppe der 14-19-jährigen Klingeltonkäufer gehöre. Und einfach mehr zu tun habe als Röhre glotzen und derzeit eh keine Rundfunkempfangskathodenstrahlröhre besitze.

Kavka ist mir glücklicherweise aber teilweise erhalten geblieben, z.B. in Form seiner kleinen Popgeschichte auf Fritz, die um 17:40 Uhr zur nach-Hause-komm-Zeit ausgestrahlt wird, und weswegen ich schon so manches Mal noch im Auto sitzen geblieben bin.

Bei Zuender hat Markus Kavka eine Elektrische Zahnbürste, eine Kolumne mit wöchentlichen Artikeln zum aktuellen Zeitgeschehen.
Die gesammelten Kolumnen erscheinen jetzt in einem gleichnamigen Taschenbuch.

Wenn man die Online-Kolumne immer liest, ist in dem Buch nichts neues zu erwarten. Ansonsten ist die Form des Taschenbuchs besser zum kurzzeitigen- und weiligen lesen geeignet als ein ermüdender Bildschirm. Und zum zusammenklappen und wiederaufschlagen in der Bahn, zum Beispiel.

Elektrische ZahnbürstenMarkus Kavka: Elektrische Zahnbürsten

Oder zum daraus vorlesen.
Markus Kavka scheint nämlich (als Begleitung) Gefallen an Lesungstouren gefunden zu haben, und macht wahrscheinlich deshalb selbst eine. Natürlich auch durch Berlin:

  • 23.02.07 um 20 Uhr: Kino Babylon (Rosa-Luxemburg-Platz)
  • 03.03.07 um 22 Uhr: »Die schöne Party«, Kalkscheune, Johannisstraße 2

Eintritt: je 10€
»Elektrische Zahnbürsten« kommt am 26.02.07 im Berliner Taschenbuch Verlag raus und kostet 8,90€.

Hinweis:
Die Idee zu diesem Beitrag kam durch die Zusendung eines Vorabexemplars (wie sonst kann ich über ein Buch urteilen, das in der Zukunft veröffentlicht wird) durch den Verlag zustande, der Inhalt ist jedoch keinesfalls davon beeinflusst.
Wer zwischen den Zeilen liest, merkt, dass ich Markus Kavka toll finde und nicht mit einem 8,90€ teuren Buch »gekauft« wurde.

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